Fachartikel: Meine Erfolgstipps: So motivieren Sie Ihre Mitarbeiter

Fachartikel vom 1. März 2016

Als Business Coach stoße ich in verschiedenen Branchen immer wieder auf dieses Thema: Motivation der Mitarbeiter. Dieser Bereich ist und bleibt ein Phänomen für viele Führungskräfte und Chefs. Ein Unternehmen ist nur so gut wie seine Mitarbeiter. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, in die richtige Motivationsstrategie für Ihr Personal zu investieren. Seien Sie auf der Hut: Hier gibt es vermehrt Missverständnisse, welche Maßnahmen empfehlenswert sind, dankend angenommen werden und Ihre Mitarbeiter dauerhaft motivieren.

Foto Fachartikel Mitarbeitermotivation Daniel Hoch_1.3.2016

Foto: Robert Kneschke / Fotolia

Meine neuste Umfrage unter Führungskräften und Arbeitnehmern hat mir die Erfahrungen, die ich als Coach bereits in der Praxis sammeln konnte, noch einmal bestätigt. Ich habe den Teilnehmerinnen und Teilnehmern drei Fragen gestellt:

1.)    Was motiviert Mitarbeiter wirklich?

2.)    Was ist der größte Irrglaube über Mitarbeitermotivation?

3.)    Wie motivieren Sie sich selbst?

Herausgekommen sind Ergebnisse, die besonders Arbeitgeber und Führungskräfte interessieren sollten: Profitieren Sie von ehrlichen Antworten und entwickeln Sie gemeinsam mit mir eine Strategie, die Ihr Unternehmen voranbringt.

Lesen Sie hier die am häufigsten genannten Antworten im Überblick:

Was motiviert Mitarbeiter wirklich?

  •          Verantwortung und Erfolg
  •          ein Chef, der sein Handwerk beherrscht
  •          ein Chef, der hinter seinem Produkt steht
  •          ein Chef, der seine Mitarbeiter respektiert und machen lässt
  •          positives Feedback von Vorgesetzten
  •          gutes Arbeitsklima und flexible Arbeitszeiten
  •          Ehrlichkeit, Transparenz
  •          Lob. Und das sollte ehrlich gemeint sein und nicht im nächsten Satz gleich mit Kritik zerstört werden
  •          Sozialleistungen
  •          Möglichkeit zur Weiterentwicklung
  •          Verständnis

Überraschen Sie diese Ergebnisse? Sicherlich haben Sie vermutet, dass Lob und Wertschätzung von Seiten der Führungskräfte unter den Top 5 Antworten sind. Ehrlichkeit und ein angenehmes Arbeitsklima – das sollte sich eigentlich von selbst verstehen. Aber: Ist Ihnen aufgefallen, dass keiner der Teilnehmerinnen und Teilnehmer „mehr Geld“ als Motivationsfaktor genannt hat?

Damit sind wir auch schon bei der zweiten Frage meiner aktuellen Studie:

Was ist der größte Irrglaube über Mitarbeitermotivation?

  • Geld – dieser Anreiz wirkt nicht lange nach. Natürlich freut sich jeder über eine Gehaltserhöhung, aber die emotionale Wirkung,
    z. B. von einem größeren Verantwortungsbereich ist weitaus stärker
  • mehr Druck = mehr Leistung
  • mit Geldprämien locken (Einzelprovisionen) und gleichzeitig Teamarbeit verlangen. Dies erzeugt eher einen Konkurrenzkampf als Teamarbeit.
  • kein Lob ist Lob genug
  • dass nur Vergütungsanreize zum Ziel führen

Hieraus wird ganz klar ersichtlich: Wer Geld als obersten Motivationsfaktor wählt, hat bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf das falsche Pferd gesetzt! Sie sind selbst Führungskraft? Dann setzen Sie auf andere Strategien, die Sie zwar als aufwändiger empfinden mögen, die Ihnen dafür nachhaltigen Erfolg garantieren. Geldprämien können als Motivationsschub funktionieren – welche Anreize wirken aber dauerhaft? Mein Rat: Werden Sie persönlich! Beurteilen Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen individuell, um herauszufinden, wie sich Ihr Team selbst motiviert.

So motivieren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer meiner Umfrage:

Wie motivieren Sie sich selbst?

  • Ich blicke zurück auf Erfolge und reflektiere, was ich geschafft habe
  • Familie, Sport und mit meiner großen Verantwortung im Job
  • indem ich mir bewusst mache, was ich täglich leiste
  • indem ich jeden Tag aufs Neue beweise, dass man zu 100% mit meiner Arbeit zufrieden ist
  • indem ich mich auf ein Ziel konzentriere
  • mit einer qualitativ gestalteten Freizeit
  • meine Mitarbeiter glücklich zu sehen
  • Freude an der Arbeit
  • indem ich mir das Gefühl nach Erfolgen oder guten Leistungen zurückhole
  • Arbeit besser zu machen
  • besser zu sein als der andere. Meine Arbeit richtig zu machen.

Die Faktoren der Selbstmotivation sind also geprägt durch Klarheit, Feedback, Ziele und Emotionen: Ich möchte mich als Mitarbeiter erfolgreich fühlen, möchte, dass meine Kollegen glücklich sind und dass der Spaß bei meinen Tätigkeiten nicht zu kurz kommt – dann fühle ich mich als Arbeitnehmer motiviert. Erst dann erbringe ich die volle Leistung und fühle mich dauerhaft wohl an meinem Arbeitsplatz.
Dazu kommt das Privatleben: Lässt mir mein Job Zeit und Raum, um meinen Hobbys nachzukommen, dann stecke ich diese Leistungsfähigkeit eben auch in meine Arbeit.

Doch welche Konsequenzen resultieren aus diesen Erkenntnissen nun für Arbeitgeber?

Lesen Sie hier meine Top 3 Tipps:

So motivieren Sie Ihre Mitarbeiter richtig:

1.) Finden Sie das richtige Maß zwischen Allgemeinwohl und Individualität

Fakt ist: Es gibt kein allgemeingültiges Rezept, um alle Ihre Mitarbeiter gleichermaßen zu motivieren. Was jedoch immer gut ankommt: Achten Sie auf ein Arbeitsklima, in dem sich alle wohlfühlen und das temporär mal mehr und mal weniger. Organisieren Sie zum Beispiel monatliche Teamevents, um den Zusammenhalt untereinander zu stärken. Oder geben Sie diese Verantwortung ab: So kann sich jeder im Wechsel um ein Teamevent kümmern und fühlt sich ernstgenommen. Gleichermaßen ist es nicht minder wichtig, auf die einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzugehen. Sport ist in Ihrem Unternehmen eine gefragte Freizeitbeschäftigung? Integrieren sie zehn Minuten täglichen Bürosport in den Arbeitsalltag. Das lockert auf, sorgt für gute Stimmung und macht den Kopf frei! Auch hier gilt: Geben Sie die Verantwortung dafür ab. So fühlen sich alle wertgeschätzt.

2.) Investieren Sie Zeit & Mühe

Meine Erfahrung zeigt mir: Mitarbeitergespräche sind oft unliebsame Termine, die gern verschoben werden. Machen Sie Schluss damit und vergessen Sie nicht, wie wichtig Vertrauen und Transparenz in einem Team sind! Vereinbaren Sie alle drei Monate Einzeltermine, in denen Sie als Führungskraft Feedback geben und zeigen: Ich habe für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein offenes Ohr! Welche Fortbildungsmöglichkeiten oder Zukunftsperspektiven gibt es? Diskutieren Sie Ziele und hören Sie sich die Wünsche Ihrer Mitarbeiter an. Suchen Sie in zwischenzeitlichen Krisen gemeinsam nach einer Lösung. Achten Sie dabei stets auf die Körpersprache Ihres Gegenübers und gehen Sie darauf ein! Sie werden sehen: Die in Motivationsgespräche investierte Zeit wird sich lohnen – glückliche Mitarbeiter sind kreativer und vielleicht verhilft Ihnen eine neue Perspektive zur Optimierung Ihrer internen Vorgänge, nach der Sie schon so lang gesucht haben?

3.) Bauen Sie auf Langfristigkeit

Geld allein macht nicht glücklich. Zumindest nicht auf lange Sicht gesehen. Sicher ist der Grundgedanke einer Provision nicht von vornherein falsch. Allerdings wird (nicht nur aus meiner Umfrage) ersichtlich, dass das Gehalt nicht als Motivationsfaktor Nr. 1 gelten sollte. So befand eine Studie des Fraunhofer Instituts für Arbeitswissenschaft und Organisation in Stuttgart, dass Beschäftigte in Unternehmen selten Ihr Bestes geben, wenn Sie aus der Chefetage nicht ausreichend Lob und Wertschätzung erfahren. Bauen Sie auf Emotionen, um Energiereserven zu mobilisieren! Wenn Sie den guten Draht zu Ihren Mitarbeitern pflegen und ihnen regelmäßig Wertschätzung entgegenbringen, erreichen Sie mehr – und das dauerhaft. Nichts beugt der inneren Kündigung gekonnter vor, als das Gefühl, wirklich gute Arbeit zu leisten und zu wissen, woran ich bin. Ich selbst liebe es, Tacheles zu reden – Kritisches und Positives!

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Vielen Dank allen Umfrage-Teilnehmern für ihr Zutun. Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich viel Erfolg bei der Umsetzung ihrer Motivationsstrategie!

Ihr

Daniel Hoch

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