Podcast zum Nachlesen: Mein Leben – Mein Sein

Es war wieder einmal so weit. Ich wurde erneut interviewt. Diesesmal für den Podcast: „Mein Leben – Mein Sein“

Es war ein cooles Gespräch, mit tollen Fragen sowie einer wundervollen Gastgeberin & Podcasterin: Paula Weske.

Hier finden Sie den Podcast zum Reinschauen & Anhören.

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Herzlichen Dank an Paula.

Podcast mit Paula Elisa Weske „Mein  Leben,  mein  Sein“

Paula: Lieber  Daniel,  herzlich  willkommen  hier  bei  „Mein  Leben,  mein  Sein“.  Ich  freue  mich  sehr,  dass  du  heute  mit  dabei  bist.  Du  bist  Top-Speaker,  Live-Coach  seit  über  30  Jahren  und  ich  bin  sehr, sehr  gespannt  auf  unser  Interview  heute,  weil  ich  kenne  dich  tatsächlich  so  gut  wie  noch  gar  nicht  und  habe  ganz,  ganz  viele  neugierige  Fragen.  Denn  hier  bei  „Mein  Leben,  mein  Sein“  geht  es  darum, inspirierende  Menschen,  die  ihren  Weg  gegangen  sind,  letztendlich  ein  bisschen  unter  die  Lupe  zu  nehmen  und  auch  mal  zu  fragen: „Hey,  wie  habt  ihr  das  gemacht?  Wie  hast  du  das  gemacht?  Gab  es  Schlüsselmomente  vielleicht  in  deinem  Leben, die  dich  da  überhaupt  hingeführt  haben  auf  dein  Weg?  Oder  wusstest  du  schon,  als  du  auf  die  Welt  kamst,  wo  es  dich  hinbewegt?“ Um  solche  Fragen  soll  es  heute  gehen. Lieber  Daniel,  magst  du  dich  einfach  mal  vorstellen  und  meinen  Zuhörern  ein  bisschen  einen  Einblick  in  deine  Person  geben?

Daniel: Ja,  also  auch  von  meiner  Seite  nochmal  herzlich  willkommen.  Schön,  dass  ihr  mit  dabei  seid,  ob  ihr es euch  anschaut  oder  anhört.  Danke,  Paula,  für  deine  Einladung.  Immer  wieder  cool,  dass  es  Menschen  wie  dich  gibt, die  tatsächlich  die  Gedanken,  Ideen  von  anderen  Menschen  einfach  streuen  und  verbreiten,  um  sich  möglichst  viel  zu  inspirieren.  Es  sind  nicht  ganz  30  Jahre – es  sind  dann  doch  nur  20  Jahre,  weil sonst hätte ich mit  13  angefangen.  Ich  bin  jetzt  43  Jahre,  werden  jetzt  44. Letztens  dachte  ich  so: „Naja,  so  langsam  geht  es  so  auf  die  50  zu, heu,  heu,  heu.“  Aber  ich  fühle  mich  nach  wie  vor  jung –  innerlich,  wie  äußerlich – und  ja,  ich  freue  mich  einfach,  dass  ich  auf  der  Welt  bin,  denn  mein  Credo  ist: „Das  Leben ist  schön“. Manchmal  ist  es  scheiße,  wenn  ich  das  so  sagen  darf,  aber  in  der  Gesamtheit  ist  es  immer  schön.  Es  gibt  noch  manchmal  herausfordernde  Momente  und  manchmal  auch  Momente,  wo  man  ja  den  Mittelfinger  heben  könnte, aber  die  darf  man  ja  annehmen.  Und  deswegen  freue  ich  mich  über  jeden  Schritt,  den  ich  da  so  gegangen  bin  und  da  gab  es  auch  echt  einige,  die  waren,  naja,  die  hätte  man  sich  vielleicht  auch  sparen  können.

 Paula: Ja,  kenne  ich,  kenne  ich.  Spannend.  Okay,  Daniel,  magst  du  uns  am  Anfang  so  ein  bisschen  abholen  und  uns  einen  kleinen  Einblick  in  dein  „jetzt“  geben. Also  in  deinem  Alltag – wie  würdest  du  dich  selbst  beschreiben?  Bei  dir,  man  sieht  ja,  hier  steht  Top  Speaker  und  Live  Coach.  Wie  können  wir  uns  deinen  Alltag  vorstellen?

Daniel: Ja,  ich  glaube,  dass  ich,  was  das  Thema  Top  Speaker  und  Live-Coach  betrifft,  bei  dieser  Betitelung – der  Bezeichnung,  dass  ich  wahrscheinlich  in  den  nächsten  Monaten  davon  auch  abrücke,  sondern  einfach  nur  Daniel, Daniel  Hoch  bin.  Ich  bin  der  Mensch  und  bin  mit  verschiedenen  Methoden  in  der  Arbeit  unterwegs,  also  ob  das  die  Coachings  oder  die  Trainings  oder  Vorträge  sind. Also, ich  glaube,  der  Mensch  ist  das,  was  uns  alle  ja  im  Endeffekt  ausmacht.  Aber  mein  Alltag  schaut  im  Endeffekt – ich  habe  gerade  überlegt –  ist  der  so  gleichbleibend? Irgendwie gibt es Muster,  definitiv,  aber  ich  bin  selbstständig.  Ich  habe  zwei  eigene  Firmen,  habe  dort  Mitarbeiter  und  Angestellte  und  darf  da  neben  der  Chefposition, die  mir  liegt,  aber  eher  mehr  so  der  Ideengeber  und  Berater  sein  und  der,  der  manchmal  ein  Veto  einlegt,  aber  der  sich  immer  ein  bisschen  mit  den  Mitarbeitern  auch  abwechselt. Also,  wenn  ich  im  Alltag  perfektionistisch  unterwegs  bin,  dann  ist  zum  Beispiel  meine  Mitarbeiterin  Stefanie,  meine  Assistentin – obwohl  die  eigentlich  mehr  ist  als  das – dann  ist  die  die  pragmatische.  Ist sie  perfektionistisch,  bin  ich  der  pragmatische. Also,  wir  haben  es  dort  nicht  so  mit  Bezeichnungen  und  wer  ist  hier  Chef  und  Nicht-Chef,  sondern  es  ist  tatsächlich  interdependent – also  eine  unabhängige  Abhängigkeit.  Aber  ansonsten halte  ich Vorträge,  mache  ich sehr  viele  Dinge  online,  also ob es Coaching  sind,  ob  es  die  Trainings  sind.  Ich  bin  ein  bisschen  ruhiger  geworden,  was  das  Buch  schreiben betrifft. Ich  habe  da  ja  die  letzten  Jahre wirklich  Gummi gegeben  ohne  Ende  und  da  sind  jetzt  mittlerweile  26  Bücher  draußen.  Jetzt  haben  wir  mal eineinhalb Jahre  Ruhe  einkehren  lassen. Jetzt  kam  so  langsam  wieder  so  die  Hummel  im  Allerwertesten, die so meint: „Man  könnte  doch  wieder  mal  ein  Büchlein  schreiben.“  Da  sind  auch  drei  Ideen  zu  Tage  gekommen,  die  wir  alle  auch  cool  finden. Da  wissen  wir  aber  noch  nicht  so  richtig,  was  die  Community  davon  hält.  Da  müssen  wir  erstmal  noch  ein  paar  Rückfragen  stellen.  Aber  ich  bin  viel  unterwegs.  Ich  bin  jetzt  nächste  Woche  wieder  auf  dem  Kreuzfahrtschiff, bin  dort  eingeladen  als  Redner,  darf  da  zwölf  Tage  zum  North  Cup  schippern  und  bin  auf  der  ganzen  Welt  oder  fast  auf  der  ganzen  Welt  unterwegs,  überall  dort, wo man Deutsch  spricht. Aber  ansonsten  habe  ich  meine  Familie,  habe  meine  Base,  habe  meinen  Heimathafen  gefunden  hier  in  der  Nähe  von  Leipzig.  Es  ist  schon  fast  Leipzig,  muss  man  sagen.  Und  bin auch froh, dass  ich  hier  meinen  Wald  habe,  dass  ich  meine  Seen  habe  und  meine  Natur. Das  ist  eine  ganz  gute  Symbiose. 

Paula: Was  würdest  du  sagen,  sind  so  deine  Herzensthemen  bei  deiner  Arbeit?

Daniel: Da  gibt  es  zwei.  Das  ist  die  Inspiration  und  das  ist  die  Reflexion.  Das  heißt,  ich  bin,  was  das  Inspirationsthema  betrifft,  mit  Büchern  als  auch  mit  den  Vorträgen immer  ein  großer  Freund  von  Perspektivenwechseln. Also,  ich  gebe  dort  verschiedene  Perspektiven  auf,  Thesen,  Meinungen,  Weisheiten.  Ich  habe  ganz  oft  die  große  Klappe  und  bin  ein  Klugscheißer  und  ein  Besserwisser  und  provoziere  sehr  stark  und  sehr  viel. Ich  meine  das mit  viel  Liebe – kommt  manchmal  nicht  ganz  so  an, das  weiß  ich  und  das  bekomme  ich  auch  manchmal  als  Rückmeldung,  dass  es  schon  sehr  bissig  ist  und  auch  sehr  direkt. Damit  kann nicht  jeder  umgehen.  Ich  könnte  jetzt  sagen: „Es  ist  mir  egal,  ich  bin  halt  so.“  Trotzdem  wäre  es  cool,  wenn  alle  sagen  würden: „Super,  super,  super,  das  mag  ich  und  so  weiter.“  Aber  es  ist  einfach  nicht  so. Und  es  ist  auch  wirklich  okay.  Aber  ich  inspiriere  und  provoziere  sehr  stark,  um  eben  zu  reflektieren.  Und  meine  drei  Hauptthemen  sind  Klarheit,  Klartext  und  Konsequenz. Das  sind  so  drei  „Ks“,  die  ich  mir  auf  die  Fahne  geschrieben  habe.  Klarheit,  Klartext  und  Konsequenz,  genau. 

Paula: Das  ist  gerade  ganz  spannend  bei  mir  zu  beobachten, bei  dem  Wort  „Konsequenz“ – da  merke  ich,  dass  es  bei  mir  jetzt  gerade  negativ  konnotiert.  Magst  du  uns  gerade  ein  bisschen  mitnehmen,  was  Konsequenz  für  dich  bedeutet  oder  was  es  auch  in  deiner  Arbeit  letztendlich  bedeutet?

Daniel: Ja,  Konsequenz  hat  zwar  Richtungen.  Damit  meine  ich  jetzt  nicht  positive  oder  negative  Konsequenzen,  sondern  damit  meine  ich,  dass  es  erstens  immer  Auswirkungen  hat, ob  ich  etwas  tue  oder  nicht  tue,  ob  ich  etwas  denke  oder  nicht  denke,  ob  ich  etwas  fühle  oder  nicht  fühle.  Es  gibt  immer  so  einen  zweiten  Schritt.  Und  Konsequenz  bedeutet  für  mich,  dass  ich  eben  konsequent  bin, dass  ich  entweder  durchziehe  oder  eben  auch  mal  konsequent  die  Dinge  liegen  lasse.  Weil  oftmals  erlebe  ich,  dass  wir  Dinge  tun,  aber  sie  nicht  weiter  umsetzen  oder  wirklich es  zum  Ende  abschließen.  Und  andererseits  beobachte  ich  immer  wieder,  dass  wenn  Menschen  versuchen,  ein  bisschen  mehr  Ruhe  und  Gelassenheit  reinzubringen  oder  sich  zu  fokussieren  auf  etwas, dass  sie  sich  auch  immer  wieder  ablenken  lassen.  Das  fing  so  mit  der  Beobachtung  meiner  Mutter  an,  die  sagte: „Ja,  ich  würde  auch  gerne  mal  die  Füße  hochlegen  und  mal  nichts  tun.“ Und  wir,  drei  Männer  zu  Hause,  mein  Vater,  mein  Bruder  und  ich  haben  gedacht –  ja,  dann  tue  es  doch  auch  einfach  mal.  Und  sie  lag  zwar  dann  da,  aber  in  ihrem  Kopf – „Rata,  Rata,  Rata,  Rata,  Rata, was  kann  ich  noch,  was  kann  ich  noch.“  Leute  sind  eher  beschäftigt,  als  dass  sie  wirklich  was  tun  oder  etwas  lassen.  Und  das  sind  so  meine  zwei  Richtungen  von  Konsequenz.  Es  hat  immer  Auswirkungen. Ich hatte  früher  das  Wort  „radikal“,  aber  das  Wort  „radikal“,  das  war  mir  dann  wieder  zu  hart  und  auch  zu  oft  negativ  behaftet.  Deswegen  habe  ich  mich  dann  für  die  „Konsequenz“ entschieden. Ich  hätte  auch  „Hartnäckigkeit“  nehmen  können  oder  „Disziplin“  und  so  weiter.  Aber  mir  ging  es  schon  darum,  kein  zu  sanftes  Wort  zu  wählen,  weil  das  ist  dann  für  einige  auch  abgelutscht  und  dann  kommt  nicht  diese  Dringlichkeit  auch  dazu. Diese  100 -prozentige  Klarheit – „Alter,  ziehe  es  einfach  mal  durch  oder  jetzt  lass  es  doch  endlich  auch  mal  sein.“  Also  wirklich  tun  oder  lassen.  Das  ist  für  mich  Konsequenz.

Paula: Danke  Daniel.  Richtig  schön.  Also  ich  kriege  ein  Bild  davon,  wo  du  heute  stehst,  mit  welchen  Themen  du  dich  beschäftigst,  auch  so  wie  du  sprichst  und  wie  du  auch  deine  Zuhörer  mitnimmst  oder  vielleicht  auch  mal  abschreckst. Da  kriege  ich  eine  leichte  Idee  davon.  Und  jetzt  würde  mich  interessieren –  lass  uns  doch  gerne  mal  zurückreisen  an  deinen  Anfang,  was  auch  immer  der  Anfang  für  dich  bedeutet. Wenn  du  mal  so  zurück  überlegst,  gab  es  in  deinem  Leben  ein  Moment,  der  dich  dazu  gebracht  hat, dich  auf  diesen  Weg  zu  begeben,  auf  dem  du  heute  noch  bist.  Also  gab  es  so  einen  Moment  oder  eine  Erfahrung  oder  auch  nicht,  sagst  du: „Das  hat  sich  ganz  im  Flow  einfach  so  entwickelt.“ Nimm uns  da  gerne  mal  mit. 

Daniel: Erst  mal  vorneweg.  Die  Art  der  Frage,  die  du  stellst,  die  finde  ich  schon  mal  ganz  spannend,  wo  auch  immer  der  Anfang  ist.  Aber  ich  dachte –  ja,  wo  beginnt  denn  das  Leben  mit  der  Geburt  oder  schon  davor  und  so  was,  da  könnten  wir  auch  schön  philosophieren.  Aber  ich  bleibe  mal  bei  dem  jetzigen  Leben  hier  auf  dieser  Welt  mit  der  Geburt, wie  ich  auf  die  Welt  gekommen  bin.  Ach,  ich  glaube,  das  ist  gar  nicht  so  spannend.  Es  gibt  viele  Geschichten  und  auch  viele  Erfahrungen,  die  ich  gerne  auch  teile. Runtergebrochen, sind´s  immer  erstens  Enttäuschungen,  die  prägen.  Es  sind  immer  Erfolgserlebnisse,  die  prägen.  Und  das  Dritte  für  mich  mittlerweile,  was  ich  zwar  frühzeitig  angefangen  habe, aber  eher  unbewusst,  ist  tatsächlich  diese  große  Lust  und  Freude,  sich  zu  reflektieren und  gleichzeitig  sich  wieder  zu  inspirieren.  Inspiration  war  für  mich  so  ein  Ding, dass  ich  mich  immer  gerne  auch  mal  in  Abenteuer  gestürzt  habe. Also,  Dinge,  wo  man  sich  gerne  auch  mal  an  den  Kopf  greift  oder  wo  meine  Mutter  sagen  würde: „Ah,  jung,  warum  machst  du  denn  sowas  schon  wieder?“ – wo  ich  mir  teilweise  auch  selber  an den  Kopf  gegriffen  habe, währenddessen  und  gedacht  habe – „alter,  warum  machst  du  das  jetzt,  bist  du  bekloppt  oder  brauchst  du  es  denn  immer  so  heftig  und  warum  machst  du  es  auch  noch  selbst,  dich  so  zu  geiseln  mit  bestimmten  Dingen?“ Und  ich  habe  auf  der  einen  Seite  die  Enttäuschungen  und  die  Erfolgserlebnisse,  die  halt  so  kommen  im  Laufe  des  Lebens  und  das  zweite  ist,  die  nicht  einfach  so  kommen,  sondern  in  die  ich  mich  selbst  auch  immer  wieder  reingestürzt  habe. Ob  das  Bücher  sind,  die  ich  lese,  die  mich  immer  bewegt  haben,  egal  in  welche  Richtung  das  ging. Ob  ich  Gespräche  gesucht  habe,  gerade  auch  schon  als  Jugendlicher  und  dann  auch  als  junger Erwachsener mit Anfang  20 habe  ich  zum  Beispiel  immer  Gespräche  gesucht  mit  älteren  Menschen  und  immer  nicht  mit  der  nächsten  Generationen  über  mir,  sondern  mit  der  darüber,  also  immer  so  mit  Großeltern  vom  Alter  her. Das  waren  auch  damals,  als  ich  im  Ausland  gelebt  habe  und  im  Hotel  gearbeitet  habe,  meistens  die  Gäste – das war halt älteres  Publikum, die  halt  auch  die  Kohle  hatten,  um  sich  das  zu  leisten  und  mit  denen  war  ich  meistens  im  Gespräch – was  man  so  macht  beim  Essen  trinken  und  beim  Tennisspielen  und  wenn  du  mit  denen  zu  tun  hast.  Das  war  nett. Das  war  mit  die  geilste  Zeit  meines  Lebens  und  die  haben  mir  natürlich  von  ihren  Unternehmungen  erzählt, von  ihren  Firmen  erzählt,  wie  sie,  wie,  wo  was  gemacht  haben.  Ich  habe  im  Endeffekt  damals,  glaube  ich,  das  Gleiche  gemacht,  wie  du. Habe  quasi  ein  Podcast  gemacht,  ohne  es  aufzunehmen  und  habe  mit  Menschen  gesprochen,  um  so  ein  bisschen  mehr  deren  Lebensgeschichte  anzuhören, wo  man  sich  ein  bisschen  was  abgucken  kann,  wo  man  ein  paar  Ideen  bekommt,  wo  man  aber  auch  manchmal  denkt –  „Ne,  so  werde  ich  es  nicht  machen.“  Also, ich  war  schon  immer  sehr  aufgeschlossen  und  wollte  immer  schon  wissen, wie  funktioniert  der  Mensch  und  wie  funktioniert  die  Psyche  und  das  war  auch  so  mit  der  Anfang,  dass  ich  mit  elf  Jahren  bereits  wohl  zu  meiner  Mutter  mal  sagte: „Ich  möchte  entweder  Psychologe  werden  oder  Regisseur.“  Mittlerweile  bin  ich  beides,  der  Psychologe – das  ist  der,  der  Sport,  Sportpädagogik  studiert  hat,  Psychologie  dann  studiert  hat  und  der  einfach  dort  im  Coaching  und  Training  unterwegs  ist,  also  im  Psycho-emotionalen  Gebiet.  Und  der  Regisseur  ist  einfach  der,  der  sein  eigenes  Drehbuch  schreibt. Ich  bin  selbstständig  und  schreibe Bücher.  Also  das  wäre  jetzt  so  meine  Erklärung.  Kann  auch  völliger  Blödsinn  sein,  aber  fühlt  sich  rund  an  für  mich. 

Paula: Ja,  ja,  schön,  schöne  Beschreibung  auch. Ja,  also  griffig- so  für  auf  dein  heutiges  Leben  gesehen. 

Daniel: Aber  man  muss  trotzdem  schon  sagen,  wenn  man  mit  elf  Jahren  sagt,  man  möchte  Psychologe  werden,  dann  kann  man  sich  auch  die  Frage  stellen: „Was  war  da  in  dem  Leben  los,  Junge?“ – Kann  ich  auch  nachvollziehen.  Aber  ich  hatte  eine  ganz  normale  Kindheit. Ich  hatte  eine  gute  Kindheit. Wie  überall  macht  man  Erfahrungen.  Ich  glaube  auch,  dass  das  Drama  um  das  Trauma  meist  größer  ist,  als  das  Trauma  oft  selbst  bei  vielen.  Ich  glaube, dass  viele  sich  an  das  Drama  gewöhnt  haben  und  dass  sie  quasi  Drama  brauchen.  Deswegen  machen sie halt  allen  möglichen  Scheiß  und  werden  den  auch  nicht  richtig  los.  Und  das  Drama  habe  ich  bei  mir  halt  frühzeitig  auch  erkannt. Also  ich  sabotiere – wenn  ich  nicht  aufpasse –  sabotiere  ich  auch  gerne  das  eigene  Leben,  um  dann  wieder  der  Held  zu  sein  und  sagen: „Gucke,  wie  ich  das  hinbekommen  habe.“  Also  wir  machen  ja  die  dollsten  Dinge. Das  ist  normal,  muss  aber  nicht  unbedingt  immer  sein. 

Paula: Und  ich  bin  jetzt  gerade  nochmal  einen  Schritt  zurück  bei  diesen  Gesprächen, die  du  geführt  hast  mit  deinen  älteren  Herrschaften.  Ich  stell mir dich  da  jetzt  gerade  so  vor – also,  kann  ich  mir  das  dann  so  vorstellen,  dass  du  einfach  ja  schon  in  den  jungen  Jahren  einfach  so  wissensdurstig  oder  inspirationsdurstig  warst  und  so  aufgeschlossen  und  vielleicht  auch  selbstbewusst  und  extrovertiert, dass  du  einfach  das  gemacht  hast  oder  hattest  du  auch  mal  Momente,  wo  du  gesagt  irgendwie  gespürt  hast  oder  das  traue  ich  mich  jetzt  nicht?  Also,  woher  kommt  denn  dieses  Feuer  in  dir?

Daniel: Naja, ich  glaube,  das  ist,  ich  sage  es  auch  bewusst,  das  ist  nur  meine  Meinung.  Ich  glaube,  dass  in  uns  immer  zwei  Herzen  schlagen.  Und  früher  dachte  ich,  es  wäre  Neugier  gewesen  oder  nur  Neugier. Aber  es  war  auch  ganz  viel  Angst  bei  mir  dabei.  Ganz  viel  übertriebene  Demut  war  dabei.  Ich  wollte  eigentlich –  mich  hat  eigentlich  gar  nicht  interessiert,  wie  die  was  geschafft  haben, sondern  ich  war  immer  auf  der  Suche  gewesen,  wie  werde  ich  zu  dem,  der  ich  gerne  wäre.  Ich  wollte  cool  sein.  Ich  wollte  selbstsicher  sein.  Ich  wollte  stark  sein. Ich  wollte  nicht  der  Loser  sein  und  so  weiter.  Und  ich  hatte  schon  immer  einen  extrovertierten  Anteil  in  mir.  Also  ich  war  in  der  ersten  Klasse,  ab  der  ersten  Klasse  war  ich  Klassensprecher  gewesen  und  dann  durfte  ich  damals  noch  zu  DDR-Zeiten dann  vor  600  anderen  Schülern ein  Gedicht  vortragen,  weil  ich  so  ein  besonders  lieber  Junge  war  und  so  gesetzestreu  war  und  so  weiter.  Das  fand  ich  auf  der  einen  Seite  toll. Auf  der  anderen  Seite  war  das  mir  alles  auch  zu  viel.  Und  wenn  man  sich  das  heute  anguckt,  ist  es  noch  ganz  genauso.  Ich  liebe  das  auf  der  Bühne  zu  stehen.  Ich  liebe es,  die  Bücher  zu  schreiben. Ich  freue  mich  auch,  wenn  ich  tolles  Feedback  bekomme  und  andererseits  merke  ich  aber  auch,  wie  ich  mich  dann  auch  ganz  schnell  wieder  zurückziehe  und  auch  meine  Ruhe  brauche.  Also  ich  bin  introvertiert, sage  ich  mal,  im  Privaten  und  im  Beruflichen  bin  ich  extrovertiert.  Und  diese  zwei  Herzen,  die  habe  ich  lange  Zeit gar  nicht  gekannt  und  habe  das  auch  gar  nicht  ausgelebt, aber  ich  werde  da  auch  immer  konsequenter.  Also  ich  gehe  abends – ab  18  Uhr ist  bei  mir  Puppe. Ab  20  Uhr  mache  ich  nichts  mehr,  da  gehe  ich  eigentlich  ins  Bett.  Da  wurde  ich  auch  früher – ich  will  nicht  sagen  gehänselt  oder  gemobbt,  aber  da  haben  sich  natürlich  meine  Freunde  auch  lustig  gemacht. Können  sie  ja  auch.  Die haben  auch  gesagt: „Wir  treffen  uns  um  20  Uhr  und  der  gute  Daniel,  den  brauchen  wir  jetzt  nicht  noch  mal  anrufen,  da  kommt  er  eh  nicht,  da  liegt  er  im  Bett  und  schläft.“  Ja, aber  mir  geht  es  damit  ja  besser  und  ich  glaube,  zu  sich  selber  zu  stehen  ist  schwieriger  als  zu  anderen  zu  stehen.  Also,  sich  es selbst  recht  machen  ist  schwieriger  als  den  anderen. Deswegen  machen  wir  uns  eher  den  anderen recht und  hoffen,  aber  naja,  haben  wir  alle  so  unsere  Erfahrungen,  die  wir  da  machen  dürfen.  Genau. Und  weil  du  fragtest,  woher  kommt  das?  Meine  Eltern  hatten, wie  alle  anderen  Eltern  auch,  immer  mal  ein  bisschen  Beef  miteinander  und  mein  großer  Bruder,  der  ist  schön  nach  meiner  Mutter  gekommen  und  hat  dort  immer  schön  Paroli  geboten,  immer  schön  noch  mal  Fernseher  an  im  Kinderzimmer, Mutter rein,  hier:  „Macht  das  Ding  aus,  du  sollst  schlafen.“ Mein  Bruder  hat  meine  Mutter  sehr  geärgert,  aber  meine  Mutter – muss  ich  sagen,  die  stand  dem  auch  nicht  nach. Die  hat  ja  auch  schön  Pfeffer  gegeben,  also  die  haben  sich  nichts  genommen  und  ich  lag  in  meinem  Kinderzimmer – oh  großes  Drama  damals für  mich – ich  habe  auch  viel  geweint  und  dachte: „Wieso  streiten  die  sich, können  die  sich  nicht  liebhaben?“ Und  ich  stand  immer  zwischen  den  Stühlen  und  deswegen,  das  war  so  ein  Grund,  wo  ich  dachte: „Wie  schaffe  ich  es,  ich,  ja,  ich,  ja,  der  große  Samariter, wie  schaffe  ich  es,  dass  die  sich  mehr  liebhaben  und  meine  Mutter,  mein  Bruder  nicht  vor  der  Tür  setzt mit dem  Koffer  und  dem  ganzen  Schnickschnack?“ Ja  und  darin  habe  ich  dann  so  meine  Rolle  gefunden. Meine  Mutter  hat  das  nie  verlangt – mein  Bruder  auch  nicht,  aber  ich  glaube  auch  dort – und  das  ist  nicht  nur  glaube,  sondern  auch  Erfahrung  aus  den  20  Jahren  von  den  Kunden,  die  bei  mir  im  Coaching  sind. Wir  denken  oftmals, dass  die  anderen  dran  schuld  sind,  dass  die  uns  so  ein  Hut  aufgesetzt  haben,  dass  wir  uns  kümmern  müssen,  dass  wir  die „Guten“, „Lieben“  sein  sollen  und  so  weiter.  Aber  wir  wissen  ja  mittlerweile,  dass  die  Wahrnehmung, die  Erinnerung  zur  Kindheit  sehr  verzerrt  ist  bei  vielen  und  wir  setzen  uns  diesen  Hut  oftmals  selbst  auf.  Und  das  ist  wiederum  eine  geile  Chance,  weil  wir  uns  dadurch  den  Hut  auch  selber  wieder  abnehmen  können  oder  einfach  auch  mal  ein  bisschen  switchen. Also  ich  kann  ein  Coach  sein  und  den  anderen  auch  gerne  helfen  bei  ihrer  Selbsthilfe.  Ich  kann  aber  auch  mal  auf  die  Bühne  gehen  und  einen  Vortrag  halten  und  kann  einfach  mal  ein  paar  Thesen  rauskloppen  und  ein  bisschen  die  große  Klappe  haben. Also  es  ist  auch  ein  völliger  Unterschied  zwischen  Coach  und  Redner  nachher. 

Paula: Ja,  spannend.  Also  gerade  so  dieses  Thema,  was  du  sagst,  welchen  Hut  setze  ich  mir  auf  und  setze  ich  mir  immer  wieder  den  gleichen  auf? Oder  das  switche  ich  auch  mal,  wenn  ich  auch  mal  mutig  diese  Geschichte,  die  ich  mir  über  mich  selbst  erzähle,  mal  zu  hinterfragen? Das  sind  halt  auch  bei  mir  in  meiner  Arbeit  immer  und  immer  wieder  diese  Stellschrauben, diese  Weggabelungen,  die  sich  dann  auftun,  wo  sich  mega  geile  Chancen  auftun  und  wo  auch  gleichzeitig,  das  ist  auch  meine  Erfahrung,  ich  auch  immer  wiedererkennen  durfte – okay,  ich  bin  aber  jetzt  in  meiner  Rolle  als  Coach,  nicht  dafür  verantwortlich,  dass  mein  Coach  hier oder mit wem auch immer ich  spreche  auch,  wenn  ich  in  einem  privaten  Gespräch  bin, die  Entscheidung, welche  Weggabelung  jetzt  genommen  wird,  abzunehmen,  sondern  zu  sagen: „Hey,  das  ist  dein  Weg  und  ob  du  dir  jetzt  wieder  die  gleiche  Geschichte  erzählst  oder  wieder  den  gleichen  Hut  aufsetzt  oder  nicht.  Das  bestimme  nicht  ich. Und  da  durfte  auch  ich meine  Learnings  gehen: „Ich wollte  das  doch  verändern,  aber  ich  wollte  es  doch  schaffen,  dass  derjenige  es  dann  sieht.“  Also,  da  habe  ich  mich  dann  auch  nachhinein  immer  wieder  gefragt: „Paula,  was  glaubst  du  eigentlich, wer  du  bist? Was  fällt  dir  überhaupt  ein,  eine  Meinung  darüber  zu  haben,  was  der  andere  wie  zu  tun  und  zu  lassen  hat?“  Und  das  kam  gerade  so  bei  diesem „Hut  aufsetzen“  nochmal  bei  mir raus. Ganz spannend, ja.

Daniel: Manche  wechseln  den  Hut,  manche  wechseln  ihn  nicht  und  manche,  das  fand  ich  ja  auch  irgendwann  genial,  manche  behalten  den  Hut  und  malen  den  anders  an  und  denken,  es  wäre  ein  anderer  Hut. Manche  denken,  sie  haben  gar  keinen  Hut  auf,  aber  haben  noch  einen  Hut  auf.  Und  manche  nehmen den Hut  ab  und  machen  da  draus  ein  anderes  Klamottenteil  und  tragen  den  Scheiß  trotzdem  noch  an  sich  herum. Auch  spannend. 

Paula: Okay,  Daniel,  du  hast  ja  gerade  auch  ein  bisschen  angesprochen,  dass  du  mit  deiner  Art,  das  ist  das  Beispiel  mit  den  20  Uhr, bei  dir  Schicht  im  Schacht,  da  bräuchte dich  eigentlich  keiner anrufen,  dass  du  deiner  Art  treu  geblieben  bist,  vielleicht  mal  mehr,  mal  weniger,  das  unterstelle  ich  dir  jetzt  einfach  mal  auf  dem  Weg, weil  wir  entwickeln  uns  ja  auch  dorthin  und  ich  finde  dieses  Thema,  sich  selbst  treu  bleiben,  gerade  wenn  es  um  den  eigenen  Weg  geht,  der  Herzensstimme  einfach  zu folgen – letztendlich  ist  das  einer  der  essenziellen  Themen und  deswegen  die  Frage  an  dich, wie  bist  du  oder  wie  gehst  du  auch  heute  noch  mit  Ablehnung  um?  Also  wenn  wirklich  Menschen  mal  sagen: „Also,  Daniel,  was  machst  du  da  eigentlich  für  einen  Scheiß  oder  warum  machst  du  das  wieder  so  oder  muss  das  jetzt  wieder  sein?“ Also  auch  ganz,  ob  es  jetzt  im  privaten  Bereich  ist  oder  beruflich  oder  als  du  jung  warst,  was  hast  du  für  Erfahrungen  gemacht  und  was  würdest  du  auch Menschen – weil  das  erfahre  ich  immer  wieder, auch  gerade  bei  Frauen –  vielleicht  als  Tipp  oder  als  Impuls  mitgeben,  was  ihnen  helfen  kann,  sich  einfach  immer  mehr  selbst  treu  zu  bleiben?

Daniel: Zwei  Antworten  dazu. Einmal,  was  macht  das  mit  mir  und  dann,  was  würde  ich  anderen  vielleicht  empfehlen?  Was  das  mit  mir  macht,  auf  Ablehnung  zu  stoßen,  das  ärgert  mich, das  triggert  mich.  Ja,  da  gibt  es  auch  manchmal  Momente,  das  kann  ich  nicht  nachvollziehen,  weil  ich  ja  so  ein  toller  Hecht  bin.  Und  da  gibt  es  einen  Teil  in  mir, der  könnte  sich  unendlich  darüber  aufregen  und  da  kommen  Sachen  raus.  Das  ist  ja  Wahnsinn.  Und  dann  kommt  der  andere  Anteil  und  sagt,  na  ja,  Supercoach,  was  haben  Sie  da  jetzt  hier  wieder? Was  ist  denn  hier  los?  Da  denke  ich  mir – „Halt  die  Klappe.“ Also,  wenn  Ablehnung  stattfindet,  dann  gibt  es  ein  Meeting  bei  mir.  Und  zwar  einen  Meeting, einen  inneren  Dialog  und  da  setze  ich  alle  Pfeifenkörper,  die  in  mir  drin  sind,  an  den  Tisch  und  die  können  auch  alle  speckern  wie  die  Spatzen,  was  das  Zeug  hält.  Der eine ist  traurig, der  andere  zeigt  den  Mittelfinger,  der  andere  der  bockt  rum,  der  dritte  grinst  einfach  nur  in  sich  rein, der  dritte  lacht  über  den  der  bockt.  Also,  es  ist  ein  wahres  Kino,  was  da  in  mir  abgeht.  Und  ich  bin  glücklich, dass  ich  es  nicht  mehr  nur  persönlich  nehme  und  dass  ich  es  nicht  mehr  nur  rein  sachlich  und  nicht  persönlich  nehme.  Weil  ich  glaube,  da  liegt  ein  ganz  großer  Schlüssel  drin. Ich  glaube,  wenn  wir  es  nicht  mehr  persönlich  nehmen,  dann  ist  die  Gefahr  groß,  dass  es  uns  scheißegal  ist.  Und  dann  lassen  wir  es  uns  nicht  mehr  an  uns  ran.  Dann  sind  wir  quasi  wie  in  einer  Meta -Blase. Und  dann  lassen  wir  ganz  oft  das  Negative  nicht  ran.  Aber  wir  lassen  noch  oftmals  das  wirklich  liebevolle,  positive,  das  Herzliche  auch  nicht  an  uns  ran.  Das  nenne  ich  so  ein  bisschen  Meta -Blase. Dieses  Phänomen,  was  auch  aktuell  zumindest  bei  den  Kunden,  die  zu  mir  kommen,  sehr  stark  zu  verzeichnen  ist.  Also,  was  ich  dort  empfehle,  ist  tatsächlich,  wenn  es  dich  ärgert  bei  einer  Ablehnung, lass  es  dich  auf  jeden  Fall  ärgern.  Da  sind  Gefühle  da.  Da  sind  Emotionen  da.  Nimm  die  an.  Denk  nicht  drüber  nach,  was  du  mit  den  Gefühlen  jetzt  machen  könntest  oder  „ja,  ich  muss  jetzt  Gefühle  annehmen“  und  so  weiter.  Dann  bist  ich  schon  wieder  zu  sehr  im  Kopf, sondern  f *ck  up.  Wirklich  f *ck  up.  F *ck  up.  Such  dir  einen  Raum,  such  dir  einen  Ort,  such  dir  eine  Person,  wo  das  wirklich  in  Ordnung  ist  und  dann  mach,  schrei,  mach  was  kaputt  von  dir  aus  oder  zieh  dich  zurück, geh  auf  Toilette  und  scheiß  ab  auf  Deutsch  gesagt  erst  mal  und  dann  reflektiere. Ich  glaube,  wenn  wir  Gefühle  nicht  sein  lassen – das  ist  ja  dein  Titel  auch  von  deinem  Podcast, im  Sein  zu  sein. Ich  glaube  dann  verpassen  wir  viele  Chancen  auch  tatsächlich  emotional,  seelig,  auch  tatsächlich  mal  so  eine  Darmkur  zu  machen  für  die  Seele, also  mal  den  Stöpsel  zu  ziehen  und  auch  Negatives  auch  wieder  rauszulassen.  Das  ist  das  eine,  also  ich  finde  negative  Gefühle  sind  völlig  in  Ordnung,  weil  es  sind  einfach  nur  Gefühle,  es  gibt  keine  negativen  Gefühle, es  sind  einfach  Gefühle,  Punkt,  Gefühle  sind  neutral  bei  mir. Die  Frage  ist, was  du  draus  machst. Das  geht  dann  in  die  Wertung  und  dann  empfinde  ich  etwas  als  negativ  oder  positiv  und  bei  Ablehnung  reinfühlen, gucken,  es  ist  immer  eine  Erinnerung  bei  mir. Egal  was  jemand  macht,  es  ist  immer  eine  Erinnerung,  um  nach  innen  zu  gehen,  erinnere  ich  mich  und  dann  gucke  ich,  wenn  jetzt  jemand  kommt,  dann  gucke  ich  nicht, wer  ist  das  und  hat  da  was  zu  sagen  oder  nicht,  sondern  dann  gucke  ich  erst  mal,  was  fühle  ich,  welche  Emotionen  kommen  dadurch  raus,  welche  Gedanken  kommen  da  so  alles  hoch  und  dann  nehme  ich  erst  mal  nur  auf. Also,  erst  abkotzen  und  fühlen  und  danach  ein  bisschen  aufnehmen  und  danach  schauen,  ich  frage  mich  auch  nicht: „Hat  er  Recht  oder  nicht  Recht?“ – Er  hat  auf  jeden  Fall  Recht,  immer,  er  hat  immer  Recht,  wenn  er  sagt: „Ich  bin  Arsch“,  hat  er  Recht,  er  hat  auf  jeden  Fall  Recht  und  wenn  es  nur  seine  Meinung  ist,  dem  ich  sein  Recht  nicht  abstimmen  möchte. Das  ist  ein  Recht  und  das  zweite  ist,  vielleicht  ist  ja  was  dran  und  ich  darf  mich  ja  hinterfragen, aber  muss  mich  selbst  nicht  gleich  in  Frage  stellen. Das  ist  auch  eine  Differenzierungsfrage  in  der  Hinsicht  und  ich  glaube,  den  Bums  unter  der  Haube,  also  die  Energie  und  die  Kraft  durch  solche  Trigger, die  lasse  ich  mir  nicht  mehr  nehmen. Also,  ich  kotz  ab  und  ich  freue  mich  wahnsinnig  und  deswegen  ist  es  wie  bei  einem  guten  Herzschlag. Es  ist  ein  Auf  und  ein  Ab,  es  ist  ein  Hochgefühl  und  der  Tiefgang, die Tränen,  weil  ich  im  Trauer,  im  Tal  des  Trauers  einfach  drinnen  bin.  Und  das  genieße  ich  mittlerweile.  Das  ist  wie  ein  guter  Orgasmus  oder  eben  auch  mal  eine  scheiß  Ampelphase, wo  du  einfach  mal  länger  stehst  als  normal.  Das  ist  Leben. 

Paula: Ach  schön.  Das  ist  richtig  schön.  Einfach  mal  die  Dinge  zu  benennen, wie  sie  sind  und  das  ist  Leben.  Das  gehört  dazu.  Und  das  erlebe  ich  nämlich  bei  mir  auch  immer,  immer  mehr  in  meiner  Arbeit  bei  meinen  Klientinnen.  Das  ist  immer  so.  Und  ich  kenn  es  auch  von  mir. Ganz  klar.  Dieser  Wunsch,  auch  wäre  das  schön,  wenn  es  immer  schöne  Gefühle  wären, wenn  es  immer  auch,  es  muss  auch  immer  hochgehen.  Ja,  man  muss  immer  weiterwachsen, auch  ins  Beruflichen.  Also  ich  bin  auch  gerade  in  der  Phase,  wo  ich  ganz  viel  hinterfragen  darf  und  auch  von  außen  Dinge  spüre, wo  ich  merke –  okay,  das  ist  einfach  nicht  meins.  Und  ich  finde  es  so  schön,  dass  du  einfach  sagst: „Hey,  längere  Ampelphase  ist  normal“, und  einfach  so  dieses  hoch  und  runter  wie  ein  Herzschlag  mitzunehmen. Ja,  also  auch  mit  dem  Flow  zu  gehen,  also  dieses  zu  fühlen  und  abzukotzen.  Und  da  die  Frage  an  dich,  wie  kotzt  du  denn  ab?  Wie  kann  ich  mir  das  vorstellen?  Nimmst  du  dir  einen  Raum  dann  für  dich  oder  gehst  in  den  Wald  bei  dir? Oder  wie  machst  du  das? 

Daniel: Unterschiedliche  Dinge.  Je  nachdem,  wie  offen  der  Podcast  tatsächlich  ist  und  auch  deiner  Zuhörer  und  Zuschauer  sind, also  die  normalen  Dinge,  Sport,  Eisbaden,  Eisbecken nehme ich da  ganz  gerne.  Da  geh ich halt ins Wasser. Da ist das Thema relativ schnell durch. In dieses zwei Grad  kalte  Wasser  zu  gehen – da  ist  die  Ampelphase  ganz  schnell  vergessen. Ich  gehe  tatsächlich als  Ritual,  das  klingt  komisch,  aber  es  ist  auch  mit  mein  tägliches  Brot.  Ich  gehe  einfach  auf  Toilette.  Ich  gehe  tatsächlich  aufs  Klo.  Manche  gehen  warm  duschen, ich  gehe  halt  kalt  baden. Ich  gehe  dann  halt  auch  gerne,  wie  gesagt,  auf  Toilette.  Ich  lasse  es  einfach  auch  mal  raus  am  Boxsack.  Ich  habe  ein  Boxsack  bei  mir  in  der  Garage,  ich  habe  mein  Fitnessstudio  gleich  direkt  hier  unten  im  Haus  mit  drin. Da  lasse  ich  das  raus.  Ich  gehe  manchmal  auch  einfach  nur  spazieren,  verbiete  mir  dann  in  dem  Moment,  aber  mit  jemandem  zu  telefonieren  oder  irgendwas  zu  machen,  sondern  ich  laufe  das  dann  raus  und  das  reicht  beim  Spazieren gehen  nachher. Wenn  ich  ganz  viel  Brass  habe  und  ich  merke  abends,  den  nehme  ich  mit  in  die  Nacht  hinein,  kann  es  auch  mal  eine  Meditation  sein. Dann  stelle  ich  mir  aber  den  Wecker  besonders  frühzeitig, dass  ich  quasi  vor  fünf  Uhr  sogar  schon  aufstehe,  weil  ich  bei  mir,  und  das  ist  nur  bei  mir  so  persönlich,  ich  grübel dann  meistens  in  den  Morgenstunden  und  das  ist  dann  so  um  fünf  Uhr, sechs  Uhr  vor  dem  eigentlichen  Aufwachen,  ist  es  dann  so  die  Zeit,  wo  ich  dann  so  in  der  Traumphase  bin,  leicht  schlafen  und  da  rotiert  es  dann  und  um  mich  dem  nicht  auszusetzen, sondern  bewusst  wirklich  rauszugehen  und  mir  die  Gedanken  bewusst  wahrzunehmen,  stehe  ich  dann  halt  zeitiger  auf  und  gehe  raus.  Ich  gehe  dann  raus  bei  Wind  und  Wetter  und  laufe  mir  diesen  Brass  tatsächlich  ab. Dann  gehe  ich  duschen  und  dann  mache  ich  Dinge,  die  mir  guttun  oder  ich  spreche  mit  jemandem  und  das  ist  dann  entweder  meine  Partnerin,  das  ist  ein  guter  Freund,  das  kann  aber  auch  mal  eine  Mitarbeiterin  sein, meine  Assistentin  zum  Beispiel. Da  lasse  ich  dann  gerne  auch  mal  mein  Ego  raus  und  gestern  auch  gesagt: „Ich  habe  so  ein  paar  Gedanken,  also  was  ich  am  liebsten  machen  würde  mit  wem“,  dann  sagt  sie: „Ach  erzähl es mir mal  lieber  nicht“ – „es  wäre  aber  schön,  da  kann  ich es mal  rauslassen“ – „Na  erzähl  mal“. Da  kommen  natürlich  auch  die  verrücktesten  Dinge  raus,  die  wenn  ich  unvernünftig  wäre  oder  die  Reife  nicht  hätte  und  die  umsetzen  würde, hätte  ich  mal  einen  Heidenspaß,  aber  es  wäre  trotzdem  einfach  scheiße,  dem  anderen  gegenüber  und  vor  allen  Dingen  dann  rückkoppelnd,  natürlich  auch  wieder  für  mich,  aber  die  Gedanken  sind  da. 

Paula: Schön, also  du  schaffst  dir  Raum,  wo  das  da  sein  darf,  was  in  dir  ist.

Daniel:  Ja,  gleichzeitig  reg  ich  mich  über  Dinge  wesentlich  weniger  auf  als  früher. Es  triggert  mich  wesentlich  weniger  als  noch  gestern  und  vorgestern  und  als  vor  zehn  Jahren.  Ich  sitze  manchmal  im  Auto  und  grins mir  einen  ab  und  freue  mich  einfach. Ich  bin  da  in  der  Hinsicht  manchmal  ein  bisschen  irre.  Würde  meine  Liebste  zu  Hause  sagen,  die  fragt  dann  auch: „Was  hast  du  denn  jetzt  schon  wieder,  dass  du  wieder  grinst  oder  dich  freust?“ Dann  sage  ich: „Auch  einfach,  einfach  mal  so,  es  ist  wirklich  gerade  schön. So,  ich  freue  mich  einfach,  dass  wir  jetzt  hier  so  lange  fahren,  freut  mich  einfach.“  Und  also  die  Amplituden,  dass  ich  mich  freue  und  dass  ich  mich  aufregen  kann, die  sind  nach  wie  vor  groß  und  manchmal  auch  größer,  aber  nicht  mehr  so  häufig.  Also  in  der  Freude,  ja,  aber  im  Ärger  nicht  mehr. Weil  es  einfach  zu  viele  Sachen  gibt,  wo  ich  mich  einfach  nicht  mehr  aufregen  brauche,  weil  es  ist  jetzt  einfach  so.  Wie  gestern  Abend,  ich  komme  nach  Hause,  hat  die  eine  Katze – wir  haben  junge  Katzen  aufgenommen –  hat  die  eine  Katze  halt  da  auf  den  Teppich  gepullert. Und  da  denke  ich  ganz  kurz – „Natürlich  Mist.  Kann  ich  das  jetzt  ändern?  Nee.  Bringst  du  was,  wenn  ich  mich  drüber  aufrege? Nee.  Gut.  Und  dann,  was  machst  du  jetzt?“  Ja,  ein  bisschen  mit  nassem Wasserlappen  halt drüber und  dann  lasse  ich  es  trocknen, dann  sprühe  ich  das  noch  mal  ein  bisschen  schön  ein.  Und  wenn  man  nichts  sieht,  lasse  ich  es  wie  es  ist.  Fertig.  So,  da  gehe  ich  jetzt  schlafen. Dann  lege  ich  mich  hin.  Und  meine  Frau  sagt  zu  mir: „Wie  kannst  du  dich  denn  hinlegen? Und  es  ist  doch  nervig,  das  haben  sie  jetzt  zum  zweiten  Mal  gemacht.“ – Und  ich denke,  es  kann  auch  noch  ein  drittes,  viertes  oder  fünftes  Mal  passieren.  Also,  da  bleibe  ich  lieber  mal  gleich  entspannt,  bevor  ich  mich  jetzt  aufrege. Und  meine  Oberregel,  meine  Oberregel  ist,  wenn  sich  jemand  anders  aufregt,  brauche  ich  es nicht  mehr  machen.  machen.

Paula: Ja.  Super.

Daniel: Das  ist  wie  jetzt  mit  der  Kamera,  für  alle  die,  die  zuhören.  Die  Kamera  fokussiert  die  ganze  Zeit,  aber  ich  bin  trotzdem  unscharf.  Jetzt schon wieder. 

Paula: Oh,  geil.  Daniel,  erst  mal  ganz  kurzer  Break  her  an  dieser  Stelle.  Danke  für  deine  Ehrlichkeit  und  Authentizität.  Ich  finde  es  so  schön,  einfach  mit  dir  gerade  so  dich  so  zu  erleben, wie  du  so  einfach  sprichst.  Und  du das  so  nimmst  und  auch  diesen Einblick  in  deinen  Alltag schenkst. Das  ist,  ich  finde  so  wertvoll.  Und  auch  gerade  für  meine  Zuhörer,  das  kriege  ich  immer  wieder  auch  rückgemeldet, dass  gerade  das  uns  auch  diese  Leichtigkeit  oft  wieder  zurückgibt.  Ja,  wenn  wir  Leuten  einfach  zuhören,  so: „Ach  guck  mal,  der  hat  auch  solche  Situationen  oder  so  geht  er  mit  Dingen  um  oder  f*ckt  sich  auch  mal  ab. Ja,  das  ist  nicht  der  super  Ober  Buddha,  sondern  wir  sind  alle  Menschen.“

Daniel: Ja,  auf  jeden  Fall.  Wir  sind  alle  Menschen.  Und  ich  weiß  selber, ich  hatte  eine  Phase,  da  habe  ich  immer  so  als  lockeren  Spruch  gesagt: „Tja,  es  ist  halt  ein  Mensch“, wenn  jemand  irgendwie  blöd  war  oder  gehässig  oder  irgendwas,  was  nicht  so  doll  war, dann  habe  ich  gesagt: „Ja,  es  ist  halt  ein  Mensch.“  Und  das  war  so  ein  bisschen  auch  abwertend  von  mir.  Das  war  zwar  ironisch,  aber  ironisch  abwertend.  Wir  sind  Menschen.  Und  wir  sind  so. Wir  sind  manchmal  scheiße.  Wir  sind  manchmal  böse.  Wir  sind  manchmal  selbst  mit  30,  40,  50  Jahren  sind  wir  wie  kleine  Kinder.  Ja,  das  ist  einerseits  geil  und  manchmal  ist  es  unreif.  Es  ist  blöd – da  braucht  es  das  nicht.  Und  da  ein  Stück  weit  mehr  Gefühl  reinzulegen,  ein  bisschen  mehr  Reife  zu  haben.  Gar  nicht  Intelligenz  oder  Cleverness,  sondern  wirklich  eine  gewisse  Reife  und  Weisheit – diese  Wisdom  ist  ein  beliebtes  Thema  von  mir.  Einfach  ein  bisschen  weiser  und  reifer  sich  selbst  annehmen  und  den  anderen  annehmen.  Das  ist  ungefähr  so,  wie  wenn  ich  dich  frage: „Paula, was  ist  grün  und  fliegt  im  Weltall? – Ein  Salatelit.“  Da  freue  ich  mich.  Das  sind  so  Kleinigkeiten. Ich  finde,  wir  sollten  viel  mehr  von  so  einem  Mist  einfach  ins  Leben  wieder  mit  reinbringen  und  ich  liebe  mittlerweile  Kabarett  und  Satire,  weil  es  einfach  wichtige  Themen  mit  einer  Prise  Humor  belegt, ohne  den  Sprung  zur  Lächerlichkeit  oder  „ist  mir  egal“.  Und  meine  Frau  zum  Beispiel,  die  hört  gerne  Barbara  Schöneberger  Podcast. Die  sagt  ja: „Mit  den  Waffeln  einer  Frau“ –  das  ist  ja so  ihr  Motto.  Und  da  lädt  sie  sich  auch  immer  Talkgäste  ein  und  was  ich  bei  der  wirklich  mag  ist,  die  lacht  und  lacht  über  sich  und  über  andere. Das  finde  ich  großartig. 

Paula: Leichtigkeit,  diese  Leichtigkeit  zurückzugewinnen.  Das  ist  so,  ich  glaube,  das  ist  einer  der  Themen.  Das  spüre  ich  gerade  so  sehr  auch. Daniel,  ich  habe  teilweise  sehr  so  auch,  ich  anfange  20 -jährige,  tolle  junge  Frauen,  wo  ich  so  denke,  Leute – was  ist  denn  los?  Und  auch  bei  mir  manchmal  habe  ich  so  Phasen  und  gerade  bin  ich  auch  in  der  Phase,wo  ich  denke,  alles  ist  zu  schwer  und  ich  muss  dies  und  ich  muss  jenes.  Und  ich  denke – „echt,  ey“,  und  sich  da  wieder  rauszuheben  und  einfach  jetzt  mit  dir  in  diesem  Gespräch  zu  sein  und  Prise  Humor  einfach  auch  ein: „Tja,  ist  halt  ein  Mensch.“  Das  finde  ich  gut. 

Daniel: Ich  glaube,  ich  habe  früher  auch  von  Leichtigkeit  gesprochen  und  dachte, das  ist  Leichtigkeit,  die  ich  mir  so  wünsche.  Mittlerweile  denke  ich – „ne,  Leichtigkeit  ist  das  Ergebnis  von  Liebe,  sich  anzunehmen,  authentisch zu sein, Mensch zu sein.“ Einfach  sich  annehmen  mit  allem,  was  dazugehört. Und  wie  gesagt,  ich  provoziere  auch  immer  gerne,  auch  mit  Freundlichkeit,  aber  auch  sehr  viel  Bissigkeit. Aber  wenn  dann  jemand  kommt  und  sagt: „Das  ist  so  schwer  und  das  ist  so  blöd  und  warum  ich  schon  wieder?“,  dann  sage  ich: „Weißt du  was?  Ich  glaube,  gerade  bei  dir.“ – Also  für  alle,  die  zuhören. Also  gerade  bei  dir,  muss  das  auch  gerade  jetzt  so  sein.  Ich  glaube,  das  ist  gut,  dass  das  so  ist.  Und  das  meine  ich  auch  gar  nicht  witzig,  weil  du das jetzt denkst,  meint  er  das  jetzt  mit  Ironie –  Ne,  das  muss  so  sein.  Da  liebe  Gott,  ohne  wer  auch  immer,  der  möchte  dir  gerade  ein  ganz  großes  Geschenk  machen.  Und  entweder  du  nimmst  es  an  oder  es  kommt  zu  noch  dicker.

Paula: Und  wenn  die  Zuhörer  jetzt  fragen: „Wie  packe  ich  denn  dieses  Geschenk  aus?“ –  Was  würdest  du  dann  antworten? 

Daniel: Naja,  dann  wirst  du  wie ein  kleines  Kind,  was  von  der  Oma  was  geschenkt  bekommt  und  du  ruppst  es  auf  und  willst  es  haben in  der  Hoffnung, dass es „Woahhh“ – Aber  erst  mal  sage  ich,  nimmst  du  das  Geschenk  einfach  mal  an. Nimmst  du  es  in  die  Hand,  dann  riechst  ein  bisschen  dran  und  dann  fühlst  du  mal  so  ein  bisschen  und  dann  guckst  du  mal  deiner  Oma  oder  wer  auch  immer, den  du  da  gerade  siehst,  so  ein  bisschen  in  die  Augen,  dann  freust  du  dich  einfach  erst  mal.  Weil  du  weißt  nicht  was  drin  ist.  Es  könnte  auch  ein  Pupskissen  sein  oder  eben  ein  Lottoschein, wo  draufsteht: „Hast  wirklich  gewonnen.“  Weil  du  weißt  nicht  was  drin  ist,  von  daher  freu  dich  doch  erst  mal.  Unabhängig  davon,  was  wirklich  drin  ist,  weil  ich  glaube  diese  Erwartung  und  andererseits  diese  Befürchtung. Es  sind  ja  nicht  nur  Erwartungen,  die  wir  haben,  es  gibt ja  auch  Befürchtungen. Und das ist beides gut. Wir entscheiden uns aber meistens  nicht  für  die  Erwartung,  sondern  für  die  Befürchtung.  Wer sich  befürchtet, der  fürchtet  sich,  der  kriegt  natürlich  Furcht.  Er  lebt  in  der  Vorsicht  und  nicht  in  der  Nachsicht.  Wir  brauchen  aber  die  Vorsicht  und  die  Nachsicht,  um  umsichtig  zu  leben.  Also  für  alle  die, die  sehr  vorsichtig  sind,  was  soll  denn  passieren,  wenn  du  das  erst  mal  machst  und  im  Nachgang  dann  guckst,  ob  es  getaugt  hat  oder  nicht.  Wenn  es  blöd  war,  weiß  ich,  wirst  du  sagen: „Siehst  du  Daniel?  Habe  ich  doch  gesagt, hätte  vorher  aufpassen  sollen.“ Weiß  ich,  weiß  ich.  Ja,  probiere beim  nächsten  Mal  auch  mal.  Ist  es  wirklich  wirklich  wirklich  immer  so,  dass  du  immer  vorsichtig  sein  solltest  oder  gibt  es  auch  Momente,  wo  du  sagst: „Ne,  da  war  ich  nicht  vorsichtig  und  es  ging  gut?“ –  Ja,  na dann  wechsle mal  ein  bisschen  ab.  Du musst  dich  nicht  entscheiden  zwischen  Vorsicht  und  Nachsicht,  sondern  genieße  die  Umsichtigkeit. Manchmal  ein  bisschen  vorsichtig,  manchmal  ein  bisschen  nachsichtig  und  manchmal,  ja,  fehlt  dir  einfach  die  Durchsicht.  Und  dann  darfst  du  erst  mal  ein  paar  Fragen stellen,  um  dir  Gedanken  und  Ideen  und  Wissen  anzueignen. Oder  fragst  einfach  den  anderen: „Was  willst  du  jetzt  von  mir?“  Wenn  da  Kunden  zu  mir  kommen  und  da  wollen  die  loslegen  und  dann  hauen  die  mir  ihre  ganze  Lebensgeschichte  raus,  haben  doch  nicht  meine  Frage  gestellt,  ich  weiß  gar  nicht, um was  es  geht – ich  weiß  gar  nicht,  was  sie  wollen  von  mir.  Da  sagst  du: „Stopp,  bevor  du  loslegst,  ganz  kurz.  Was  erwartest  du  generell  von  dir  und  deinem  Leben?“ – das  ist  meine  erste  Frage.  Und  das  zweite  ist,  und  „was  erwartest  du  jetzt  bezüglich  deines  Ziels  fürs  Leben  von  mir  und  unserem  Gespräch?“ – „Naja,  dass  du  mir  Tipps  gibst,  dass  du  mir  ein  paar  Ideen  gibst,  dass  du  mir  gescheite  Fragen  stellst,  dass  du  mir  den  Arsch  trittst  oder,  oder,  oder..“ – „Alles  klar,  kann  ich  machen.“ Und  dann  frage  ich  auch: „Magst  du  es  jetzt  sanft  oder  magst  du  es  lieber  ehrlich  und  direkt?“  Das  ist  ein  bisschen  manipulierend,  die  Frage – ich  weiß,  aber  die  meisten  sagen  dann: „Naja,  schon  ehrlich  und  direkt.“  Und  es  könnte  passieren, dass  das  dich  ein  bisschen  triggert,  dass  es  vielleicht  auch  ein  bisschen  weh  tut.  Ne,  das  ist  okay,  das  ist  okay.  Es  könnte  auch  sein,  dass  du  denkst,  „du  Arsch“.  Also,  ich  kann  dir  sagen,  Paula,  für  mich  ist  es  in  Ordnung, wenn  du  denkst: „Daniel,  du  Arsch.“ – Warum? Na wenn  es  hilft,  bin  ich  gerne  der  Boomann,  weil  irgendeiner  muss  immer  der  Arsch  sein.  Da  bin  ich’s,  du  bezahlst  mich  für  mich ja schließlich  auch  dafür.  Und  das  ist  nicht  schlimm.  Und  daher  mach  ich –  ich  setz  mir  den  Hut  gerne  auf, wenn  es  dir  hilft. 

Paula: Und  so  startet  ihr  dann  in  euer  Coaching? Geil. 

Daniel: Da  gibt’s  dann  einige,  die  sagen,  jetzt  weiß  ich  gar  nicht  mehr,  was  ich  von  dir  wollte. Du  laberst  so  viel.  Im  Coaching  ist  es  schon  klar  strukturiert,  professionell  und  dort  halte  ich  mich  natürlich  auch  zurück, wenn  es  gewünscht  ist  und  drauf  ankommt. Aber  jetzt  sind  wir  ja  hier  im  Gespräch  miteinander  und  da  labere  ich  dann  einfach  auch  los. 

Paula: Und  nichtsdestotrotz  provokative  Ansatz  liebe  ich  auch  selbst  einmal  als  Klientin, wenn  ich  mal  mi  Coachings  gönne,  aber  auch  selbst  als  Coach.  Aus  meiner  Erfahrung  sind  das  mit  die  geilsten  Momente,  die  erst  wirklich  oft  wehtun, aber  mit  am  meisten  dazu  beigetragen  hat,  dass  sich  dann  auch  wirklich  was  verändert.  Also  natürlich  muss  man  selbst  bereit  dafür  sein  und  sich  öffnen.  Das  ist  immer  ganz  wichtig,  dass  wir  uns  das  okay  auch  abholen, aber  nichtdestotrotz  bin  ich  ein  Riesen -Fan  davon. 

Daniel: Coaching  ist  für  mich  so  ein  bisschen  wie  Liebe  machen.  Ich  frage  dann  halt  auch  gerne  den  Kunden: „Magst  du  jetzt  eher  ein  Quicky  oder  Marathon? Also  können wir überlegen –  kannst  das  Jahresprodukt  buchen, wird´s ein  Marathon. Gehen  wir  Schritt  für  Schritt  oder  wollen wir  nicht  erstmal  mit  ein  paar  Quickies  anfangen?  Vielleicht  reicht  es  dir  ja  auch.“ Und  im  Endeffekt  ist  es  die  Summe  aus  beiden. Manchmal  ist  ein  bisschen  Vorspiel,  Schmusen  und  so  ein  bisschen  Nachspielen,  so  ein  bisschen  Kuscheln  noch  ganz  gut.  Auch  im  Coaching,  Vorgespräch,  Nachgespräch.  Und  manchmal, habe ich Kunden, die sagen: „Ich  habe  nur  eine  Frage“,  sage  ich: „ja,  hier  komm  wir  machen  einen  Termin, stell  mir  die  Frage.“ – BAM, nach  fünf Minuten ist das Thema geklärt.  Wir  müssen  es  nicht  immer  ewig  machen.  Es  gibt  Therapien,  die  zwei, drei,  vier  Jahre  gehen,  wo  ich  jetzt  auch  schon  genügend  Kunden  habe  oder  hatte,  die  waren  dann  mit  drei,  vier  Coachings  genauso  weit  wie  nach  drei  Jahren  Therapie.  Aber  es  gibt  eben  auch  Kunden,  die  gehen  dann  aus  dem  Coaching  raus  und  gehen  dann  tatsächlich  auch  in  eine  Therapie,  weil  das  wirklich  auch  ein  längerfristiges Thema  ist  oder  weil  das  Sachen  sind,  die  ich  einfach  nicht  bearbeite  oder  weil  das  einfach  auch  Kunden  sind, die  wünschen  sich  dann  einfach  auch  eine  längerfristigere  Betreuung,  was  dann  auch  wieder  ein  bisschen  noch  mit  Honorar und  so  weiter  zu  tun  hat,  was  dann  doch  auch  über  die  Kasse  ergehen  soll.  Aber  das  ist  ganz  unterschiedlich  und  ich  finde, wir  sollten  mit  den  unterschiedlichsten  Ansätzen  noch  viel,  viel  mehr  zusammenarbeiten. 

Paula: Daniel,  zum  Schluss  habe  ich  noch  folgende  Frage  für  dich. Wenn  du  zurück  denkst,  dein  bisheriger  Weg,  was  waren  die  drei  wichtigsten  Dinge,  die  dir  dabei  geholfen  haben, deinen  Weg  zu  gehen?

Daniel: Ach,  „die  nachfolgende  Sendung  zögert  sich  um  ca.  1 ,5  Stunden.“ –  Warum?  Ja, weil  Daniel  hat  erst  mal  eine  halbe  Stunde  überlegt,  was  er  denn  jetzt  sagt.  Also  für  alle,  die  zuschauen  und  zuhören,  die  Frage  habe  ich  im  Vorfeld  nicht  bekommen,  deswegen  fällt es mir  gerade –  ich  überlege. Ich  haue  jetzt  einfach  mal  raus,  was  mir  so  spontan  kommt.  Also  ich  glaube,  das  Erste  ist,  dass  ich  wohl, wie  gesagt,  bewusst  geäußert  habe,  was  mein  Berufswunsch  ist – ein  Psychologe, ein Regisseur. Also,  wirklich  das  Verstehen  und  Helfen  auf  der  menschlichen  Ebene.  Also,  ich  möchte  gerne  und  wollte  schon  frühzeitig  Herzen  berühren. Das  war  das  Erste.  Dann  habe  ich  dem  großen  Bruder  meines  besten  Freundes  eher  nachgeeifert,  weil  ich  den  cool  fand  und  der  hat  Lebensmitteltechnologie studiert. Und  ich  wollte  was  machen  wie  der. Also  habe  ich  dann  Brauer  und  Melzer  gelernt. Ich  kann  Bier  herstellen.  Meine  Mutti  hat  immer  gesagt: „Daniel,  saufen  tun  die  Leute  immer. Das  Ding  ist  krisensicher,  mach  was  Gescheites.“  Da  habe  ich  Brauer  gelernt.  Und  aufgrund  dessen – das war dann – hätte  man  sagen  können –  ein  bisschen  so  abwägen –  habe  ich  festgestellt,  was  ich  nicht  machen  möchte,  und  dadurch  habe  ich  dann  festgestellt, was  ich  machen  möchte.  Ich  bin  quasi  ein  bisschen  den  Umweg  gegangen,  war  trotzdem  gut.  Ich  würde  das  nicht  nochmal  anders  machen,  sondern  ich  würde  es  einfach  so  laufen  lassen,  waren trotzdem  coole  drei  Jahre.  Aber  unternehmerisch  gesehen  hätte  ich  es  mir  sparen  können. Aber  ich  wäre  nicht  jetzt  heute  da,  wenn  ich  das  nicht  gemacht  hätte.  Das  war  das  Zweite.  Naja,  und  dann  hatte  ich  zwei,  drei auch  körperlich  und  seelische  Schicksalsschläge  gehabt  in  meinem  Leben, die  mich  dann  auch  immer  wieder  gefordert  haben,  zu  reflektieren  und  mir  wirklich  zu  sagen: „Willst  du  jetzt  leben  und  willst  du  was  aus  deinem  Leben  machen  oder  willst  du  es  sein  lassen?“ Das  waren  so  drei  Brechererfahrungen, die  ich  machen  musste,  Schrägstrich durfte. 

Paula: Magst  du  das  Teilen  an  dieser  Stelle? 

Daniel: Ja,  weil  im  MindPunk  Buch  steht  es  ja  eh  auch  drinnen.  Ich  hatte  mit  einem  Jahr, also  ein  paar  Monate  nachdem  ich  auf  die  Welt  gekommen  bin,  hatte  ich  eine Hirnhautentzündung  und  Meningitis und  die  Ärzte  haben  damals  gesagt  zu  meiner  Mutter: „Frau Hoch, ihr  Sohn  wird  entweder  schwer  behindert  oder  wird  wahrscheinlich  sterben.“  Und  meine  Mutter hat  gesagt: „Das  glaube  ich  nicht. Den  ziehen  wir  durch.“  Die  war  auch  schon  immer  schön  auf  Krawall  gebürstet  so  ein  bisschen, auch  mit  viel  Herz.  Hat  sie  eigentlich  so  oft  gezeigt,  hatte  ich  manchmal  das  Gefühl,  aber  sie  ist  trotzdem  eine  großartige  Frau.  Das  war  so  das  Erste – so ein  bisschen  dem  von  der  Schippe  gesprungen.  Das  Zweite  war  in  Senegal  2003 – Malaria. War  auch  wirklich  so  kurz  vor  dem  Exitus  und  jetzt  habe  ich  es  aber  komplett  ausgeheilt.  Das  Dritte  war  dann  nach  knapp  fünf  Jahren  Ausland  und  Hotellerie – ich  wollte  ja  eigentlich  nie  wieder  zurück  nach  Deutschland,  das  war  alles  doof  hier – bin  ich  dann  in  einen  Burnout  gegangen,  wobei  es  eher  Depressionen  waren und  gar  kein  wirklicher  Burnout. Und  ja, ich  war  in  einer  Depression  drin.  Also,  kann  man  niemanden  wünschen  und  ist  auch  nichts  Großartiges,  aber  es  war  halt  noch  mal  scheinbar  notwendig  für  mich, dass  ich  diese  Klatsche  bekomme,  um  tatsächlich zu sagen,  willst  du  nicht  jetzt  wirklich  mal  langsam  noch  mal  einen  Schritt  weitergehen.  Also,  von  daher  sage  ich: „Danke,  Botschaft  verstanden.“ Das  waren  so  die  drei  Punkte,  ja.  Ich  glaube,  wenn  ich  länger  darüber  nachdenke,  kommen  garantiert  nochmal  einige  andere  noch  mit  dazu. Das  sind  noch  die  Menschen,  denen  ich  begegnet  bin.  Da  gibt  es  auch  4,  5,  6  Menschen. Das  waren  Mentoren  entweder  offiziell  oder  inoffiziell. Aber  die  haben  mich  auf  jeden  Fall  begeistert, gezogen  und  in  Arsch  getreten  teilweise.  Bin ich  sehr,  sehr  dankbar  den  Leuten. 

Paula: Daniel,  wenn  jetzt  jemand  hier  zuhört  und  gerade  in  einer  Situation  ist, wo  er  oder  sie  eigentlich  schon  das  Gefühl  hatte,  losgegangen  zu  sein,  also  sich  schon  auf  den  Weg  gemacht  zu  haben  und  gerade  an  so  einem  Scheideweg  steht,  wo  er  oder  sie  eigentlich  gerade  das  Gefühl  hat: „Ich  würde  am  liebsten  einfach  aufgeben,  ich  kann  nicht  mehr.  Warum  passiert  mir  das  gerade?  Ich  habe  so  viel  getan  und  gemacht  und  ich  kriege  nichts  zurück. Gehe  ich  den  komfortablen  Weg, gehe  ich  vielleicht  zurück  in,  was  es  auch  immer  ist,  vielleicht  eine  Festanstellung  oder  diese  Beziehung  oder  ist  es  was,  was  ich  eigentlich  gar  nicht  machen  möchte,  oder  mache  ich  weiter?“  Was  würdest  du  dieser  Person  in  so  einer  Situation  raten  oder  mit  auf  den  Weg  geben?

Daniel: Na  ja,  erstens  genieß  die  Scheiße,  also  „don’t  happy  be  worried“. Also  genieß  es  einfach  auch  mal,  dass  es  wahrscheinlich  einen  Grund  gibt,  dass  du  vielleicht  mal  Stopp  sagst. „In der Ruhe liegt die Kraft“ und Stillstand  ist  nicht  unbedingt  der  Tod,  sondern  eben  die  Möglichkeit,  ein  Stück  weit  zu  reflektieren. Vielleicht  ist  es  gerade  jetzt  mal  gut,  einfach  mal  stehen  zu  bleiben, was  sich  vielleicht  ungewohnt  anfühlt,  weil  du  sonst  immer  wusstest,  was  du  willst,  und  bist  immer  vorwärts  gegangen  und  so  weiter  und  jetzt  eben  mal  nicht.  Also  das  sich  auch  einzugestehen  und  anzunehmen, das  ist  so  das  eine  und  das  andere  ist  so,  tatsächlich  die  Frage: „Muss  ich  mich  so  fühlen?“ –  „Ne“,  werden  die  meisten  sagen.  Zweite  Frage  ist: „Will  ich  mich  so  fühlen? – „Ne“,  und  die  dritte  Frage  ist: „Wie  will  ich  mich  stattdessen  fühlen?“ –  „Ich  will  mich  gut  fühlen  und  so  weiter.“  Okay,  vierte  Frage: „Was  müsste  ich  jetzt  tun  und  was  soll  ich  jetzt  lassen,  um  mich  zumindest  erst  mal  in  einen  guten  Zustand  zu  bringen?“, weil  in  einem  guten  Zustand  habe  ich  andere  Perspektiven  und  dann  sehen  die  Dinger  gleich  anders  aus  beziehungsweise,  ich  habe  vielleicht  mehr  klare  Sicht.  Das  wäre  so das  erstmal  so  auf  die  Schnelle. 

Paula: Super. Daniel,  vielen  vielen  vielen  Dank  an  dieser  Stelle.  Ich  bin  gerade  auch  so  ein  bisschen – ich fühl  mich  gerade  wie  so  eine  kleine  Achterbahn, die  ich  so  durchgegangen  bin,  weil  ich  dich  – ich  habe  das  Gefühl  zumindest – so  nah  und  echt  und  hoch  und  runter  erleben  durfte  und  auch  nochmal  deine  Offenheit  und  ja, deinen  Mut  auch  einfach  hier  uns  wirklich  ein  sehr  sehr  privaten  und  auch  intime  Einblick  zu  geben  in  dein  Leben.  Dafür  bin  ich  sehr  sehr  dankbar.  Danke,  dass  du  hier  warst. 

Daniel: Danke  für  deine  Einladung  und  vor  allem  auch  deine  wirklich  super  super  sympathische  Führung  durch  das  Gespräch. Das  ist  super,  superwichtig  und  das  ist  im  Endeffekt  das,  was  solche  Podcasts  ausmacht.  Danke  an  dich  und  natürlich  danke  an  alle,  die  Zuschauer  und  die  Zuhörer, die  es vielleicht  weiterhin  auch  interessiert  und  deswegen  Dankeschön  und  ganz  wichtig,  denkt  immer  alle  daran: das  Leben  ist  schön.