Körpersprache & positive Manipulation

Hast du dich schon öfter über das Verhalten anderer gewundert? Würdest du dich gerne besser in andere Menschen hinein versetzen und sogar Dinge erkennen, die sie selbst kaum wahrnehmen? Wo findest du die Antworten auf diese Fragen? In der Körpersprache!

Welche Rolle Körpersprache im Alltag einnimmt, wird oft unterschätzt. Allein durch aufmerksames Beobachten lernst du deine Mitmenschen zu lesen oder sie sogar als Lügner zu enttarnen. Durch das Analysieren der Körpersprache findest du unglaublich viele und detaillierte Informationen über dich und dein Gegenüber. Verbale Kommunikation kann mitunter gerade mal 7-10% unserer ganzen Kommunikation ausmachen. Viel wichtiger sind Informationen, die du aus Körpersprache, Tonlage oder generell aus der äußerlichen Erscheinung ziehst. Menschen vermitteln durch ihr Äußeres, beispielsweise ihre Kleidung, Schmuck oder Tattoos eine bestimmte Aussage. Fast 60% der Vermittlung einer Information läuft über die nonverbale Kommunikation ab. Und genau hier beginnst du das Innere des Menschen zu lesen. Körpersprache geschieht meistens unbewusst und ist somit hervorragend dazu geeignet, das Innere eines Menschen, seine echten, ehrlichen Gedanken und Gefühle ausfindig zu machen. In meinen vielseitigen Vorträgen und Seminaren  spreche ich über die Bedeutsamkeit von Körpersprache und mit welchen Tricks du es ganz leicht schaffst, andere Menschen für dich einzunehmen und sowohl Alltags- als auch Arbeitssituationen kontrollierter zu bewältigen. Für mehr Informationen über die möglichen Vorträge und Seminare erkundige dich hier.

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Hand und Fuß haben

Jeder von uns kennt das: Ein fester Händedruck lässt auf eine eher selbstsichere und souveräne Person schließen, ein schwacher Händedruck auf eine eher unsichere und schüchterne Person. So denken wir zumindest und ordnen dementsprechend andere und uns selbst ein. Wird die Hand eher nach oben gedreht ist das ein Hinweis auf eine Person, die gern die Kontrolle behält und einen eher führenden Stil hat und möchte. Auch kann man unterscheiden zwischen heranziehenden und wegschiebenden Händedrücken. Ein heranziehender Händedruck lässt eine gewisse Offenheit erkennen, der wegschiebende Händedruck eine eingeforderte Distanz. So stellst du dich schon in den ersten Sekunden der ersten Begegnung auf die bevorzugte Umgangsweise des Gegenübers ein.  Natürlich gibt es keine 100% Sicherheit, doch geht es eben um das Erkennen von mehreren Details, die zusammen ein klareres Bild ergeben.

Neben dem Händedruck ist es ebenso wichtig, die Haltung der Hände im Auge zu behalten. Es gibt verschiedene typische Positionen auf die du achtest: das Stachelschwein, die Raute oder die doppelte Pistole. Beim Stachelschwein sind die Hände ineinander verschränkt. Stell dir also vor, du sitzt deinem Gesprächspartner gegenüber und dieser verschränkt seine Hände ineinander. Er hat die ‚Stacheln‘ aufgestellt und steht der Situation eher kritisch gegenüber. Stell nun ein paar lockere Fragen, um die Abwehrhaltung zu durchbrechen und eine gelassene Atmosphäre herzustellen. Du selbst vermeidest die Position des Stachelschweins, um ein offenes Gespräch zu unterstützen.

In der zweiten Position, genannt die Raute, oder auch Eisbrecher, berühren sich Daumen und Zeigefinger an den Spitzen und bilden eine rautenförmige Position, -typisch zu sehen-, bei Angela Merkel. Hier wird ein starkes und selbstsicheres Bild vermittelt, die Person hat alles unter Kontrolle und eine hohe Durchsetzungskraft. Auf den Punkt gebracht: egal was kommt – immer weiter.

Besonders achtsam solltest Du sein, wenn das Gegenüber die Position der doppelten Pistole einnimmt. Die Hände formen dabei eine Pistole und liegen aufeinander. Gerade in Verhandlungsgesprächen muss dies entdeckt und berücksichtigt werden, du reagierst dann mit einer deeskalierenden Maßnahme, also Ruhe bewahren und die eigenen Hände locker übereinander legen.

Körpersprache ist ein empfindliches Thema. Beachte, dass Körpersprache aus dem Unterbewusstsein kommt und überschüssige Energie ist. Überschüssige Energie, die irgendwohin muss. Also bewegt sich der Körper so, wie das innere Gefühl das gerne möchte, um die Botschaften nach außen zu tragen, die er sonst nicht nach außen tragen kann.

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Auch die Sitzposition ist von Bedeutung. Versuche, egal ob in privaten oder geschäftlichen Gesprächen, dich neben und nicht gegenüber deinem Partner zu setzen. Denn rein sprachwissenschaftlich gesehen ist das ‚Gegen-über‘ ein Gegner. Deswegen vermeide gegenüber zu sitzen, sondern kommen möglichst schnell in einen 90 Grad-Winkel. Sprich außerdem in das rechte Ohr des Gesprächspartners, denn wie empirisch nachgewiesen wurde,  fördert dies eine gesteigerte hilfsbereite Einstellung des Anderen.

Lügen haben kurze Beine

Um sich besser in die Gefühlslage von anderen Menschen hinein zu versetzen, aber auch um Indizien für eine Lüge zu finden, achte auf drei bestimmte Punkte. Diese lassen auf den inneren Stress einer Person schließen. Und wer großen inneren Stress hat, hat vermehrt etwas zu verbergen. Der erste Punkt ist ganz einfach, achte darauf, wie lange die Antwortzeit auf eine Frage ist. Wer lange überlegt, wählt offensichtlich bedachtsam seine Worte und will nicht frei heraus über das Thema sprechen. Der zweite Punkt ist die Wiederholung der Frage, um Zeit zu schinden, es herrscht dasselbe Prinzip, der Sprecher will nichts Falsches sagen und versucht Zeit rauszuschlagen, um sich die passende Geschichte auszudenken. Und drittens natürlich die Körpersprache oder genauer gesagt ‚verbale Abweichungen‘ des Körpers! Unterscheiden sich verbale Aussagen und körperliche Reaktionen? Also sagt dein Gegenüber Ja, der Kopf dennoch Nein, siehst du die Inkongruenz, die hinterfragt werden kann.

Achte hier insbesondere auf die Füße, denn man hat natürlich schon oft von einem Pokerface gehört, doch Pokerfüße sind wohl eher selten. Die Füße sind das Abbild der Hände. Wenn du eine Frage stellst und das Gegenüber überlegt, kann es passieren, dass sein Fuß nach oben geht, also angezogen wird. Was bedeutet das? Es bedeutet das gleiche wie bei der Hand: „Stop!“ oder „Halt!“.

Jemanden um den Finger wickeln

Zum Schluss dieser kleinen Einführung zur Körpersprache, möchte ich dir noch ein paar Tipps zur Verbesserung deines Umgangs mit deinen Mitmenschen mitgeben. Zum einen die ‚Macht der Berührung‘: Gehe ganz langsam an die Sache ran, ein freundschaftlicher Schulterklopfer oder eben ein bewusst fester Händedruck.

Berührungen schaffen Nähe und fördern einen offenen und angenehmen Umgang, dabei achte immer auf die individuellen Grenzen deines Gegenübers. Durch verschiedene Studien wurde nachgewiesen, dass Kinder, die von Lehrer*innen am Arm berührt werden, während man sie lobt, konzentrierter und fokussierter sind. Kellner*innen, die den Gast noch mal berühren und  „Danke für die Bestellung“ sagen, bekommen um die 40 % mehr Trinkgeld. Versuche es mal mit einem ehrlichen „Wie geht es dir?“, nimm dir Zeit dafür und du erfährst eine deutliche Verbesserung deiner zwischenmenschlichen Beziehungen.

Fazit

Für einen geschärften Körpersprachensinn hast du nun einige Tipps erhalten. Falls du Interesse an einem persönlichen Telefoncoaching hast, kontaktiere mich gerne. Natürlich biete ich auch verschiedene Formen von Vorträgen und Seminaren über das Thema Körpersprache für Firmen an, dabei steht insbesondere die Sensibilität im Umgang mit Kunden / Gästen im Fokus.

Du  interessierst dich für meine Arbeit als Redner und Coach? Dann schau doch gerne mal hier vorbei.

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