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Wann Gewinner lieber verlieren würden!

05.October 2009

Computerspieler verhalten sich nur gegen Fremde aggressiv

Fremde zu besiegen, macht mehr Spaß, als gegen Freunde zu gewinnen. Diese Erkenntnis ist mehr ist als eine Binsenweisheit, haben US-Forscher herausgefunden, als sie den Testosteronspiegel von Computerspielern genauer untersuchten. Sie teilten die Männer in Gruppen ein und ließen sie einmal gegen Mitglieder anderer Gruppen und einmal gegen die eigene Mannschaft kämpfen. Dabei wurde der Körper der Spieler im Siegesfall von einer Testosteronwelle und einem damit verbundenen Hochgefühl durchflutet – aber nur, wenn der Verlierer nicht zum eigenen Team gehörte. Die Forscher vermuten dahinter einen alten Mechanismus, der aggressives Verhalten nur dann belohnt, wenn dabei Feinde und nicht Freunde zu Schaden kommen. Das oft als Männlichkeitshormon bezeichnete Testosteron wird nach einer körperlichen Anstrengung ausgeschüttet. Forscher vermuteten zudem, dass es auch mit dem Hochgefühl beim Besiegen eines Gegners assoziiert ist. Um die beiden Effekte voneinander unterscheiden zu können, mussten sie Probanden in Kampfsituationen bringen, ohne dass diese sich dabei körperlich anstrengten. Die Wissenschaftler fanden das ideale Versuchsfeld in den sogenannten Ego-Shootern. Das sind Computerspiele, bei denen der Spieler sich in einer 3D-Umgebung bewegt und mit mehr oder weniger realistischen Waffen andere Spieler ausschaltet. Die Forscher teilten 42 Männer in 14 Gruppen ein, unterzogen sie Gruppenbildungsritualen und ließen sie dann ein Spiel mit dem sinnigen Namen „Onslaught“ – auf Deutsch „Ansturm“ – spielen. Dabei kreierten die Forscher zwei Szenarien: Entweder spielten die Gruppen als Teams gegeneinander, oder die einzelnen Mitglieder mussten einen Eins-zu-Eins-Kampf gegen ein Mitglied der eigenen Mannschaft führen...

Lesen Sie mehr unter: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/307417.html

Jonathan Oxford (Universität von Missouri in Columbia) et al.: Evolution and Human Behaviour, doi: 10.1016/j.evolhumanbehav.2009.07.002

ddp/wissenschaft.de – Martina Bisculm

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