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Leseprobe:

"TUN®" - Ein Wort wird Wirklichkeit

TUN® (Tun) ist ein Wort, das in unserem heutigen Sprachgebrauch eine seltsame Erfahrung erlebt. Jedermann, von seinen Kindesbeinen an, benutzt dieses Wort, um eine Vereinfachung oder Verstärkung eines und/oder seines Handelns zu unterstreichen. Gerne wird es auch als „Generalisierungswort“ für machen, umsetzen, bearbeiten, ausführen, vollbringen, bewirken verwendet.
Wenn ein einzelner Mensch in tiefen Problemen steckt und in diese „verstrickt“ ist und bei uns anderen Menschen Rat sucht, fügen wir neben der möglichen Lösung noch fordernd den Satz hinzu: „Du musst es auch TUN®!“

TUN® ist also ein häufig ausgesprochenes Wort. Und leider finden wir bei Worten mit einem hohen Bekanntheitsgrad eine eigenartige Wandlung: Die Tiefgründigkeit dieser Worte ging mit der Zeit verloren. Der wahre Sinn und die gemeinten Inhalte, vor deren Hintergrund sich die Worte und Sprache entwickelten, verwässerten immer mehr, so dass wir im Hier und Heute den Blick verloren haben, was uns unsere Buchstaben und Worte im direkten Sinn sagen wollen und bewirken könnten. Wie klein ist heute das Interesse in unserer schnelllebigen Zeit geworden, diesen Fragen nachzugehen.

Wenn wir jetzt einen tiefen gedanklichen Blick in das Wort TUN® werfen, werden wir sehen, dass damit das „Unsichtbare“ ins „Sichtbare“ zu bringen gemeint ist, dass Gedanken ins Materielle „verstofflicht“ werden sollen. Es soll eine Tat, eine Umsetzung, wörtlich gemeint: Ein Umsetzen aus einem Bereich in den anderen Bereich erfolgen. Der Gedanke „Stuhl“ als der eine Bereich, als das Unsichtbare, muss durch das TUN® in den Bereich der Sichtbarkeit gebracht werden. Wäre der Gedanke „Stuhl“ nicht materialisiert worden, gäbe es noch heute keine Stühle. Ein weiteres gutes Beispiel ist die Geschichte „20.000 Meilen unter dem Meer“ von Jules Verne. Erst kam die Idee/Vision (Bild), dann die veräußerten Worte als Text und später ein richtiges U-Boot.

Das konstante Grundbedürfnis

In der Arbeit mit Bernhard P. Wirth, stellte mir dieser die Frage: „Sie wollen Trainer werden. Was ist denn dann das brennendste Problem Ihrer Zielgruppe?“ Gemeint waren natürlich meine zukünftigen Seminarteilnehmer.
Damals kam ich zu dem nachfolgenden Ergebnis:  Viele Seminarteilnehmer „Kennen“ durch ihre Ausbildungen zahlreiche Lerninhalte. Der Auftrag an die Teilnehmer besteht nun darin, das Gelernte in der Praxis umzusetzen, also das „Können“. Das „Kennen“ der Fragetechnik oder das „Empfehlungen holen“ war nicht das Thema, sondern die Frage lautete und lautet: „Können“ Sie es in der Praxis anwenden, denken Sie beim Kunden daran und setzen Sie es auch um?

Sie sitzen mit Ihrem Kunden im Verkaufsgespräch. Bis jetzt waren die Verhandlungen für beide Seiten nutzbringend und erfolgreich. Und nun sind Sie an dem Punkt angelangt von dem Sie wissen, dass jetzt von mir die Frage nach den Empfehlungen kommen wird. Ihr SEPP® hat Sie auch daran erinnert. Die Kunst des TUN®s liegt jetzt im TUN®. Ohne Wenn und Aber.

Legen wir unser Augenmerk auf die „Zielgruppe“ Menschen, erkennen wir sehr schnell das konstante Grundbedürfnis: TUN®.
Innerhalb der fünf Lebensbereiche gibt es heute auf dieser Welt keinen Menschen, der nicht etwas TUN® muss oder will. Seit unserer Geburt und bis hin zu unserem letzten Atemzug begleitet uns das Thema TUN® in einer sehr direkten Art und Weise.

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